Agent View ist die neue Schaltzentrale für Claude Code. Du startest beliebig viele Background-Sessions, die unabhängig im Hintergrund weiterarbeiten. Eine baut, eine testet, eine reviewt, eine fixt. Jede in ihrem eigenen Worktree, kein Konflikt, kein Warten.
01
Version prüfen
Mindestens v2.1.139
Agent View ist seit dem 11. Mai 2026 fester Bestandteil von Claude Code. Du brauchst keine extra Installation, kein Plugin, keine Cloud-Anbindung. Was du brauchst, ist eine aktuelle Version. Alles ab v2.1.139 hat den Befehl drin.
Version prüfen
$claude --version
Wenn deine Version älter ist, hol dir das Update mit einem Befehl. Funktioniert für jede Plattform.
Update auf neueste Version
$claude update
SubscriptionClaude Pro, Max, Team oder Enterprise. Background-Sessions zählen auf dein normales Quota.
Sweet Spot4 bis 8 Sessions parallel. Mehr läuft, lohnt sich aber selten wegen Rate-Limits.
LokalAlles läuft auf deinem Rechner. Kein Cloud-Service, keine externe Abhängigkeit.
Background-Sessions überleben das Schließen des Terminals. Sie stoppen erst beim Sleep oder Shutdown deines Rechners. Mit claude respawn --all startest du alle pausierten Sessions wieder.
02
Agent View öffnen
Ein Befehl, ein Dashboard
Agent View startest du mit einem einzigen Befehl im Terminal. Du siehst dann alle Background-Sessions auf einen Blick, gruppiert nach Status: läuft, wartet auf dich, fertig, gestoppt. Von hier aus startest du neue Tasks und attachst dich an laufende Sessions ohne Datenverlust.
Dashboard öffnen
$claude agents
Das Dashboard ist eine Vollbild-Ansicht im Terminal. Jede Zeile ist eine Session mit Name, KI-generierter Kurzbeschreibung und Status-Icon. Navigation läuft komplett über die Tastatur.
Mit ↑↓ durch die Sessions navigieren.
Space öffnet die Peek-View, du siehst den letzten Output und kannst direkt antworten ohne den ganzen Verlauf zu laden.
Enter oder → attachst dich voll an eine Session.
← auf einem leeren Prompt detachst dich wieder und gehst zurück ins Dashboard, die Session läuft weiter.
Ctrl+T pinnt eine Session oben fest. Ctrl+R benennt sie um. Ctrl+S wechselt zwischen Gruppierung nach Status und nach Verzeichnis.
Jede Session läuft in ihrem eigenen Git-Worktree unter .claude/worktrees/<id>/. Heißt: parallele Schreiboperationen erzeugen niemals Merge-Konflikte, jede Session arbeitet auf ihrem eigenen Branch.
03
Background-Tasks starten
3 Wege, eine Logik
Wenn du im Dashboard bist, tippst du einfach den Prompt für deine neue Session und drückst Enter. Die Session läuft sofort im Background los, du bleibst im Dashboard und kannst die nächste starten. Du kannst eine Background-Session aber auch direkt aus dem Shell oder aus einer laufenden Session heraus dispatchen.
3 Wege eine Background-Session zu starten
claude agentsDashboard öffnen, Prompt eintippen, Enter. Bester Weg für mehrere Sessions hintereinander.
claude --bg "<prompt>"Direkt aus dem Shell. Eine Session starten und sofort zurück zur Arbeit, ohne Dashboard zu öffnen.
/bg <prompt>Aus einer laufenden Session. Backgroundet einen Task ohne deinen aktuellen Chat zu unterbrechen.
Beispiel-Workflow: du arbeitest gerade an einem Feature, willst aber parallel den Memory-Leak im Production-Log untersuchen lassen. Statt umzuschalten, dispatcht du den Task als Background-Session.
$claude --bg "Untersuch den Memory-Leak in /var/log/prod.log der letzten 24h. Finde verdächtige Patterns und report die Top-3-Theorien."
Du arbeitest weiter an deinem Feature. Die Background-Session läuft parallel. Mit claude agents checkst du jederzeit den Status, ohne den aktuellen Kontext zu verlieren.
Status-Icons im Dashboard
● WorkingAnimiertes Icon. Claude arbeitet gerade an dem Task.
● Needs InputGelb. Session wartet auf deine Antwort, Space drücken zum Peeken.
● Ready for ReviewGrün. Task ist fertig, du solltest dir das Ergebnis ansehen.
● FailedRot. Session ist auf einen Fehler gelaufen, schau in den Log.
Wenn Agent View bei dir nicht erscheint, läuft eventuell der Disable-Flag. Check ~/.claude/settings.json auf "disableAgentView": true. Auf false setzen und neu laden. Mehr Details in der offiziellen Doku unter code.claude.com/docs/en/agent-view.
SKAILE Community · Early Access
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Workflow · 5 Sessions parallel
Ein Feature, fünf Background-Sessions.
So nutzt du Agent View richtig: statt eine Session zu öffnen und sequenziell durchzuarbeiten, dispatchst du fünf unabhängige Background-Tasks gleichzeitig. Jede arbeitet auf ihrem eigenen Worktree, du sammelst die Ergebnisse später ein.
1
Session A · Feature bauen
Implementier in src/api/search.ts eine neue Volltext-Suche über Postgres FTS. Nutze tsvector mit GIN-Index, expose den Endpoint als POST /search mit query- und limit-Parameter.
2
Session B · Tests schreiben
Schreib Vitest-Tests für src/api/search.ts. Decke ab: leere Query, Sonderzeichen, Trefferreihenfolge, Limit-Verhalten, Index-Nutzung. Mock die DB nicht, nutz Testcontainers für Postgres.
3
Session C · Review im Hintergrund
Review den letzten Commit auf Branch feature/search. Achte auf SQL-Injection-Risiken, Index-Performance, Error-Handling und ob die Funktion idempotent ist. Schreib konkrete Verbesserungsvorschläge.
4
Session D · Docs aktualisieren
Update README.md Section „API". Beschreib den neuen /search-Endpoint mit Request- und Response-Beispiel, dokumentier das Query-Format. Halte den Ton einheitlich mit dem Rest.
5
Session E · Bug parallel investigieren
Untersuch den Memory-Leak in /var/log/prod.log der letzten 24h. Korreliere Heap-Größe mit Request-Patterns, finde Top-3-Theorien und beleg jede mit Log-Auszügen.
Du kannst beliebig viele Sessions starten, aber ab 8 parallel kommst du in Rate-Limit-Bereich und die Koordination wird mühsam. 4 bis 6 ist der Sweet Spot für echte Produktivität. Quota verbraucht jede Session unabhängig, also rechne mit n-fachem Verbrauch.
Worktree-Isolation
.claude/worktrees/
Jede Background-Session läuft in ihrem eigenen Git-Worktree. Heißt: zwei Sessions können gleichzeitig die selbe Datei ändern ohne Konflikt, jede committet in ihren Branch. Du mergst später bewusst zusammen oder verwirfst, was nichts geworden ist.
Peek + Reply
Space, dann Antwort
Wenn eine Session „Needs Input" anzeigt, drück Space. Du siehst den letzten Output und kannst direkt antworten, ohne den ganzen Verlauf zu laden. Bei Multi-Choice-Fragen einfach die Zahl drücken. Spart massiv Zeit gegenüber dem Voll-Attach.
Survival-Modus
respawn --all
Background-Sessions überleben Terminal-Close und SSH-Disconnect. Sie stoppen erst beim Sleep oder Shutdown deines Rechners. Nach dem Reboot kannst du mit claude respawn --all alle pausierten Sessions wieder hochfahren, ohne Kontext zu verlieren.
Das Wichtigste
Agent View ist nicht das selbe wie /agents. Der Slash-Befehl /agents verwaltet Subagents innerhalb einer Session. Agent View dagegen koordiniert mehrere komplett unabhängige Sessions parallel. Verschiedene Werkzeuge für verschiedene Probleme, beide haben ihren Platz.
Sessions sind unabhängig, kein Message-Passing. Background-Sessions wissen nichts voneinander. Heißt: ideal für unabhängige Tasks (Bug-Fix + PR-Review + Log-Investigation), schlecht für koordinierte Workflows die Daten zwischen Agents reichen müssen. Dafür wieder Subagents nutzen.
Alles läuft lokal, kein Cloud-Service. Background-Sessions laufen als detached Prozess unter ~/.claude/daemon.log. Keine Daten gehen extra zu Anthropic, keine zusätzliche Subscription nötig. Du nutzt einfach deine bestehende Pro-, Max- oder Team-Lizenz, nur eben für n Sessions gleichzeitig.
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